Tochterverein der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit

Schlutup gestern

Alte Fotografien

Preis: 12,50 € für GV-Mitglieder, 15 € für Nichtmitglieder

Zu beziehen über: Gemeinnütziger Verein Lübeck-Schlutup e.V.

Autor: Uve Assmann
Titel: Schlutup gestern - Alte Fotografien
Seiten: 331
Gewicht: 1010 g
Verlag: Selbstverlag
Erschienen: 2003
Einband:
Sprache: Deutsch
Zustand: Original verpackt, wird angeboten als Mängelexemplar!

Vorwort

Liebe Leser,

die freundliche Aufnahme der ersten Ausgabe 1997 und der zweiten 2000 meines Schlutup-Buches hat mich ermutigt, diesen Bildband über Schlutup folgen zu lassen. Dabei gilt, was ich schon damals im Vorwort gesagt habe: Schlutup ist nicht der Mittelpunkt der Erde, es gibt sicher wichtigere Orte - aber Schlutup ist der Ort, wo wir Schlutuper wohnen, wo wir leben und oft auch unseren Arbeitsplatz haben. Wer wollte es uns verargen, dass wir gerne über ihn sprechen, von ihm erzählen?

Ein paar Worte über Schlutup

Von allen Lübecker Vororten ist es vielleicht am leichtesten, über Schlutup zu berichten. Seine Trennung von Lübeck durch das Lauerholz und das herausragende Fischereiwesen haben ihm schon immer zu einem gewissen Eigenleben verholfen. Zur hohen Zeit der Fischerei haben in Schlutup bei einer damals sehr geringen Einwohnerzahl rund 60 Fischer mit mindestens noch einmal so vielen Fischergesellen gelebt. Um sich die richtige Bedeutung dieses Umstandes zu vergegenwärtigen, stelle man sich z. B. einmal vor - die Krummesser werden mir verzeihen - in dem kleinen Dorfe Krummesse hätten damals 60 Malermeister mit ihren dazugehörigen Gesellen gelebt. Ich weiß, das klingt verrückt - aber in Schlutup war es so! Aus dieser Fischerei ist dann später die noch bedeutendere Fischindustrie hervorgegangen. Leider ist dies alles Geschichte. Heute leben in Schlutup nur noch einige wenige Fischer, die Fischindustrie ist auf die allerdings auch heute noch bedeutende Firma Hawesta und auf die beiden kleineren Fischräuchereien Carl Krellenbere und Peter Steffen geschrumpft. Wichtig für Schlutup waren die großen Holzfirmen Gebr. Krages und Katz & Klumpp und die Rüstungsindustrie, die Firmen MFM und DWM.Heute bildet der Schlutuper Hafen an der Trave mit den weitläufigen Lagerhallen der Lübecker Hafengesellschaft vornehmlich mit dem Papierballenimport einen neuen Schwerpunkt; Sinnbild und Hoffnung für eine weitere gute wirtschaftliche Entwicklung Schlutups.

Bildersammlung des GV Lübeck-Schlutup

Seit Juli 1981 sammeln Jürgen Wiechmann und ich für den Gemeinnützigen Verein Lübeck-Schlutup e. V. Bilder vom alten Schlutup. Im Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, sind über 4.250 Bilder zusammen gekommen. Die Vielzahl der Bilder ist vor allem Jürgen Wiechmanns Verdienst - er kennt jeden in Schlutup! Natürlich ist eine solche Zahl mit Einschränkungen zu sehen: Etliche Bilder sind doppelt vorhanden, viele einander sehr ähnlich; manche von geringer Aussage, andere von schlechter Qualität. Es bleiben aber genug übrig, um die Auswahl schwierig zu machen. Welche Bilder weglassen, welche bringen und in welcher Reihenfolge oder Anordnung? Sicher habe ich da nicht alles richtig gemacht. Ich bitte den Leser um Verständnis, es war halt schwierig! Wichtig erschien mir aber, diese mühevoll gesammelten Bilder nicht im Archiv des Gemeinnützigen Vereins ungenutzt liegen zu lassen. Wo es mir angebracht erschien, habe ich auch neuere Bilder eingefügt, aus Kostengründen allerdings in schwarzweiß. Im Übrigen habe ich dem Verein für seine Unterstützung zu danken, mit seiner Zustimmung habe ich die Bilder verwendet.

Herkunft der Bilder

Zu danken haben der Gemeinnützige Verein, Jürgen Wiechmann und ich aber vor allem jenen 271 (zweihunderteinundsiebziig !) Bürgern und Institutionen, die uns diese Bilder im Laufe der Jahre überlassen und uns oft bereitwillig ihre privaten Familienalben geliehen haben. Bis auf ganz wenige Fälle sind die Originale bei den Spendern verblieben. Wir haben Reproduktionen angefertigt und besitzen so Negative, von denen wir neue Abzüge anfertigen können. Seit dem Frühjahr 2001 scannen wir die Bilder in den Computer. So können wir jetzt auch Farbbilder kopieren, was früher auf fotomechanischem Wege zu Farbverfälschungen führte.

Leider gibt es aber ein Problem. Viele Spender wussten gar nicht, wer die Bilder gemacht hat, wie sie eigentlich den Weg ins Familienalbum gefunden haben. Dies wurde immer dann besonders deutlich, wenn wir dasselbe Bild von mehreren Seiten erhielten. So finden Sie in diesem Buch nur in Ausnahmen Angaben über den Fotografen des in der Regel ja sehr alten Bildes. Ich hoffe in diesem Zusammenhang,dass ich nicht versehentlich ein Copyright verletze. Ich könnte nur um Nachsicht bitten.

Nennen mit besonderem Dank möchte ich aber doch einige wenige Spender: einmal die Hansestadt Lübeck, die uns schon 1981 für eine Fotoausstellung über das Museum für Kunst und Kulturgeschichte und über die Stadtbibliothek Bilder zur Verfügung stellte, dann die Herren Benno Brandt, Celle, und Otto Rohde, Groß Grönau, die uns ihre Postkartensammlungen ausliehen, und Herrn Matthias Friedel, der uns erlaubte, seinem Buch „Lübeck und die Lübecker Bucht“ Luftaufnahmen zu entnehmen.

Kennzeichnung der Bilder

In diesem Album werden bei jedem Foto - soweit bekannt - das Aufnahmedatum und die GV-Nummer genannt, unter der der Gemeinnützige Verein die Bilder archiviert hat. Viele Spender konnten uns das Entstehungsdatum nicht genau nennen. So sind wir oft auf „Indizienbeweise“ und Vermutungen angewiesen. Wenn z. B. auf einem Bild von der Mecklenburger Straße keine Schienen zu sehen sind, dann ist es vor dem Bau der Straßenbahn 1914 aufgenommen worden. Wenn Sie mir zu dem einen oder anderen Bild ergänzende Daten mitteilen möchten (immer willkommen!), mag Ihnen die GV-Nummer zur Identifizierung dienen. Das gilt natürlich auch für etwaige Kritik, ebenso für etwaige freundliche Zustimmung - wenn Sie denn beides so gar nicht unterdrücken können. Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube!

Zur Qualität der Bilder

Die Bilder in diesem Buch sind oft sehr alt, man darf also nicht allzu große Ansprüche an ihre Qualität stellen. Man bedenke, dass früher nur Wenige einen Fotoapparat hatten, meist noch einen sehr einfachen, und dass keine Profis am Werke waren. Viele Fehler - zu hell, zu dunkel, zu viel oder zu wenig Kontrast, Flecken, Fingerabdrücke, Kratzer u. ä. - kann man heute mit modernen elektronischen Bildbearbeitungsprogrammen (verwendet wurde Paint Shop Pro 7) beheben oder mindern, aber irgendwo sind dem Grenzen gesetzt.

Texte bei den Bildern

Dieses Buch enthält keinen durchgehenden Text, hierzu verweise ich auf mein eingangs erwähntes Schlutup-Buch. Jedem Bild ist aber neben dem Aufnahmedatum und der Archivnummer nach bestem Wissen und Gewissen ein erläuternder Text beigefügt, oftmals auch ein Kommentar, der aber nicht immerso schrecklich ernst gemeint ist. Jürgen Wiechmann habe ich zu danken für die kritische Durchsicht dieser Texte.

Nehmen Sie, lieber Leser, dieses Buch als das, was es ist: Ein Bilderbuch zu Ihrer Unterhaltung.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Uve Assmann / Im Frühjahr 2003